Vortragsreihe WissenSchaffen

Aufzeichnung des öffentlichen Vortrags am 20. September 2016

Prof. Dr. Ulf Riebesell - Ozeanversauerung: das andere CO2 Problem

Seit Beginn der Industrialisierung hat der Ozean etwa 30 Prozent allen Kohlendioxids (CO2) aufgenommen, das durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangte. Einerseits verlangsamt das Meer durch diesen unschätzbaren Service den globalen Wandel. Andererseits löst das Gas im Wasser eine folgenreiche chemische Reaktion aus: Kohlensäure entsteht, und der pH­ Wert sinkt. Auch die Konzentration der Karbonat­Ionen nimmt ab. Kalkbildende Organismen wie Muscheln, Korallen oder bestimmte Plankton­Arten sind auf genau diese Moleküle angewiesen, um ihre Schalen und Skelette aufzubauen. Viele weitere Meereslebewesen benötigen im saureren Wasser mehr Energie. Gleichzeitig profitieren einige Spezies von dem zusätzlichen gelösten CO2.

Die Reaktionen der marinen Lebensgemeinschaft auf Ozeanversauerung werden die Artenvielfalt im Meer stark verändern. Dies kann auch Konsequenzen für die Nahrungsmittelversorgung haben. Der Kieler Meeresbiologe Prof. Dr. Ulf Riebesell fasst den aktuellen Forschungsstand über „das andere Kohlendioxid­Problem“ zusammen und zeigt auf, wie jeder Einzelne von den Folgen der Ozeanversauerung betroffen sein und zur Lösung beitragen kann.

Kamera und Schnitt: Sarah Kaehlert, GEOMAR

Weitere Informationen:

GEOMAR-Pressemitteilung:

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Mehr Information zur Forschung zum Thema Ozeanversauerung am GEOMAR

BIOACID

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Der Walvis-Rücken (engl.: Walvis Ridge) erstreckt sich über 3000 Kilometer Länge im Südatlantik. Er ist das Ziel der Expedition SO233 mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE. Image reproduced from the GEBCO world map 2014, www.gebco.net
Der Walvis-Rücken (engl.: Walvis Ridge) erstreckt sich über 3000 Kilometer Länge im Südatlantik. Er ist das Ziel der Expedition SO233 mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE. Image reproduced from the GEBCO world map 2014, www.gebco.net
Das deutsche Forschungsschiff SONNE. Der Nachfolgebau startet demnächst mit den Testfahrten, doch noch tut die "alte" SONNE zuverlässig ihren Dienst für die Forschung. Foto: Bernd Grundmann, GEOMAR
Das deutsche Forschungsschiff SONNE. Der Nachfolgebau startet demnächst mit den Testfahrten, doch noch tut die "alte" SONNE zuverlässig ihren Dienst für die Forschung. Foto: Bernd Grundmann, GEOMAR
  • Sarah Kaehlert

    GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
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    E-mail: skaehlert(at)geomar.de
     

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    Film- und Videoprojekte, Footage