Die Bedeutung von Klimaänderungen in küstennahen Auftriebsgebieten

Sie nehmen zwar nur knapp zwei Prozent der Fläche der Ozeane ein, doch die großen Küstenauftriebsgebiete an den östlichen Rändern des Pazifiks und des Atlantiks gehören zu den biologisch produktivsten Meeresgebieten überhaupt. Sie liefern 20 Prozent der weltweiten Fischereierträge und besitzen so eine enorme Bedeutung für die angrenzenden Länder sowie für die gesamte Welternährung. Besonders produktiv ist das Gebiet im Bereich des Humboldtstroms vor der Küste Perus. Dort geht das GEOMAR-Forschungsprojekt CUSCO der Frage nach, wie genau der Auftrieb von Tiefenwasser in der Region das Leben an der Oberfläche beeinflusst und wie das Ökosystem reagiert, wenn sich der Auftrieb bedingt durch den Klimawandel verändert. Neben CUSCO gibt es derzeit noch zwei weitere Forschungsvorhaben, die sich mit Auftriebsgebieten in den Tropen beschäftigen. Im Projekt REEBUS steht die Rolle von Wirbeln für die Kohlenstoffpumpe in den Auftriebsgebieten vor Westafrika im Fokus. Es basiert auf der Beobachtung, dass ozeanische Wirbel eine zentrale Rolle für die physikalischen, biogeochemischen und biologischen Eigenschaften dieser Systeme spielen. Das dritte, am Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW) koordinierte Projekt heißt EVAR und beschäftigt sich mit dem Auftriebssystem des Benguela-Stroms vor Südwestafrika.  

 

 

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