Biodiversität an Seebergen

Unterwasserberge, sogenannten Seamounts, bieten Lebensraum für zahlreiche Organismen. An diesen Oasen der Ozeane bilden sich vielfältige Ökosysteme, die aber wissenschaftlich noch weitgehend unverstanden sind. Die Artenzusammensetzung an See­bergen unterscheidet sich von Meeres­gebiet zu Meeresgebiet deutlich. Die hier gezeigten Aufnahmen zeigen einige Organismen an Seamounts in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik.

Die große Artenvielfalt ist auf die besonderen Meeresströmungen zurückzuführen: Zum einen werden Nährstoffe durch die kreisenden Strömungen am Seeberg gehalten, zum anderen wird nährstoffreiches Wasser durch die Strömungen an den Seebergen aus der Tiefe heraufbefördert, was zu verstärktem Planktonwachstum führt.

 

Kobaltkrusten – Metallischer Schatz am Hang der Seeberge

Durch vulkanische Aktivität am Meeresboden sind in Millionen Jahren Seeberge, auch Seamounts genannt, in die Höhe gewachsen. Seamounts kommen in allen Meeren vor und erreichen eine Höhe von 1.000 bis 4.000 Metern. Rund 33.000 Seamounts gibt es in allen ­Meeren – wahrscheinlich. Denn die Ozeanböden sind bei Weitem nicht so genau kartiert wie die Kontinente.­ Die Zahl beruht auf Hochrechnungen bisher bekannter Strukturen. Es gibt also noch viele Chancen auf Neuentdeckungen.

An ihnen bilden sich bilden sich oft steinharte, metallhaltige Beläge, die in der Fachwelt als kobaltreiche Eisenmangan­krusten oder auch kurz Kobaltkrusten bekannt sind. Die Kobaltkrusten an den sedimentfreien Flanken der Seeberge entstehen ähnlich wie Manganknollen, indem sich im Laufe von Jahrmillionen Metallverbindungen im Wasser auf dem Gestein ablagern. Wie bei den Manganknollen läuft diese Ablagerung ausgesprochen langsam ab: Pro Million Jahre wachsen die Krusten 1 bis 5 Millimeter und damit sogar noch langsamer als die Manganknollen. mehr ...

 

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