v.l. Janek Meyer, Ulf Bruchmann (beide FH Kiel), Dr. Florian Schütte (GEOMAR), Dr. Jochen Horstmann, Michael Streßer (Helmholtz Zentrum Geesthacht), Prof. Dr. Marita Sperga (Vizepräsidentin FH Kiel), Dr. Kai Ahrendt (Vorsitzender MCG), Prof. Dr. Thomas Severin (Präsident HS Flensburg), Christian Dunger (WDI AG). Foto: Beate Zoellner, UBS

17.08.2017

KOMPASS Preis für GEOMAR Wissenschaftler

Innovative Forschung zu Meereswirbeln ausgezeichnet

17.08.2017/Kiel. Wieder ist ein Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mit dem KOMPASS Preis für innovative, maritime, wissenschaftliche Arbeiten aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet worden. Dr. Florian Schütte (FB1/PO) wurde für seine Untersuchungen zu mesoskaligen Wirbeln im Nordostatlantik vor der Küste Westafrikas mit dem zweiten Preis in Höhe von 2000 Euro geehrt. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des 8. Maritimen Sommertreffs im Kieler Yachtclub in Anwesenheit von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Der KOMPASS Preis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal von der Initiative UBS Unternehmens-Beratung Schümann GmbH, MCG Maritime Consulting Group sowie vom Maritimen Zentrum der Fachhochschulen Flensburg und Kiel ausgelobt und wurde in diesem Jahr von der WDI AG unterstützt.

Dr. Schütte ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungseinheit Physikalische Ozeanographie am GEOMAR. Während seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit den Eigenschaften mesoskaliger Wirbel (Radius zwischen 10 - 200 km) im tropischen Nordost Atlantik vor der Küste Westafrikas (12-22°N und 15-26°W). Innerhalb mancher Wirbelkerne konnten nahezu sauerstofffreie Zonen nachgewiesen werden. Diese Zonen erstecken sich über eine Fläche, die etwa halb so groß ist wie Schleswig-Holstein und waren im offenen tropischen Atlantik bislang nicht beobachtet worden. Durch die Isolation der Wirbel (starke Rotation) und die Sauerstoffarmut bilden sich einzigartige Ökosysteme, die zusätzlich zu verschiedenen physikalischen Faktoren (Transport von Wärme, Salz etc.) einen starken Einfluss auf die Verteilung von marinem Leben in der Wassersäule haben. 

Während seiner Doktorarbeit nahm Dr. Schütte zwischen 2013 und 2016 auch an Expeditionen im subtropischen Atlantik teil, wo er selbst Messungen durchführte. Zur Zeit ist Florian Schütte Postdoc im Projekt SFB754 (Klima - Biogeochemische Wechselwirkungen im Tropischen Ozean) und beschäftigt sich mit dem Themenbereich der Variabilität von Sauerstoff und anderer geochemischer Parameter im östlichen tropischen Pazifik.

Kontakt: 

Dr. Andreas Villwock (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel.: 0431 600-2802, presse(at)geomar.de