Einer der "Stars" am Tag der offenen Tür: Der autonome Tiefsee-Crawler VIATOR. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Einer der "Stars" am Tag der offenen Tür: Der autonome Tiefsee-Crawler VIATOR. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Weiblich oder männlich? Beim Tag der offenen Tür des GEOMAR kann man auch lernen, woran man bei Strandkrabben den kleinen Unterschied erkennt. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Weiblich oder männlich? Beim Tag der offenen Tür des GEOMAR kann man auch lernen, woran man bei Strandkrabben den kleinen Unterschied erkennt. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Wie werden Erdbeben am Meeresboden gemessen? Einfach selbst ausprobieren. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Wie werden Erdbeben am Meeresboden gemessen? Einfach selbst ausprobieren. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Schülerinnen und Schüler aus der Region Kiel präsentieren ihre eigenen Forschungsprojekte. Foto: J. Steffen, GEOMAR

Schülerinnen und Schüler aus der Region Kiel präsentieren ihre eigenen Forschungsprojekte. Foto: J. Steffen, GEOMAR

06.07.2015

Meeresforschung live erleben

Viele Premieren beim Tag der offenen Tür am GEOMAR

06.07.2015/Kiel. Wie parkt ein Roboter am Meeresboden? Wie gefährlich ist der Plastikmüll im Ozean? Liegt noch viel Weltkriegs-Munition am Meeresgrund? Und welche Tiere leben in der Ostsee? Das sind nur einige der Fragen, auf die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Tag der offenen Tür am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Antworten geben. Einige Tiefseegeräte werden hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Veranstaltung findet am 12. Juli von 11 bis 17 Uhr im Rahmen des Aktionstages „Das Ostufer macht mobil“ im Bereich des Kieler Seefischmarktes statt.

Er ist schon eine richtige Berühmtheit: Seit August 2012 fährt der autonome Roboter „Curiosity“ über die Oberfläche des Mars, nimmt Proben und funkt Analysen zur Erde. Die sensationellen Ergebnisse finden regelmäßig auch außerhalb wissenschaftlicher Kreise Beachtung. Doch nicht nur im All gibt es viel Unbekanntes zu entdecken. Auch ein großer Teil der Erdoberfläche, der Meeresboden der Tiefsee, ist immer noch weitgehend unerforschtes Terrain. Dort sollen ebenfalls autonome Crawler zu Einsatz kommen. Einer davon heißt VIATOR und wird derzeit zusammen mit Partnern aus der Luft- und Raumfahrt am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel entwickelt. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat VIATOR am kommenden Sonntag, 12. Juli, beim Tag der offenen Tür am GEOMAR.

Die Präsentation des VIATOR ist allerdings nur eine von vielen Attraktionen an diesem Tag. Besucherinnen und Besucher haben an Infoständen, bei Vorträgen, Ausstellungen und Mitmach-Aktionen die seltene Gelegenheit, zahlreiche weitere Geräte und Themen der Meeresforschung live zu erleben. So werden auch der kabelgesteuerte Tiefseeroboter ROV PHOCA sowie ein Ozeanbodenseismometer zu sehen sein, an dem Gäste ihr eigenes, kleines Erdbeben hervorrufen können. Bei allen Geräten und Infoständen stehen natürlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GEOMAR bereit, um Fragen zu beantworten. Sie erklären auch gern, wie man überhaupt Meeresforscher wird oder wie der Alltag auf einem Forschungsschiff abläuft.

Spannende und informative Vorträge im Hörsaal des GEOMAR ergänzen das Ausstellungsprogramm. So geben Dr. Warner Brückmann vom GEOMAR und Jens Sternheim vom schleswig-holsteinischen Umweltministerium einen Überblick über die Problematik der Munitions-Altlasten in Nord- und Ostsee. Gleichzeitig stellen sie mögliche Lösungsansätze für dieses drängende Problem vor. Prof. Dr. Arne Biastoch vom GEOMAR erklärt, wie Tierwanderungen und Ozeanströmungen in Supercomputern simuliert werden können. In weiteren Vorträgen geht es um Vulkane am Meeresboden, um die Verbindungen vom Weltraum- und Tiefseeforschung und das Thema „Plastikmüll im Meer“.

Einen Einblick in die vielfältige Lebewelt der Ostsee bietet das beliebte Programm „Meerestiere zum Anfassen“ – ein Highlight nicht nur für Kinder. Die Schaubecken mit Seesternen, Fischen, Krabben und vielen anderen Organismen werden am 12. Juli auf dem Forschungsschiff ALKOR aufgebaut, das während dieses Tages in der Schwentinemündung festmachen wird. Darüber hinaus gibt es kurze Rundfahrten mit der Forschungsbarkasse POLARFUCHS zu gewinnen.

Erstmals bereichern Lesungen für Kinder und Jugendliche das Programm. Die Kieler Kinderbuchautorin Sabine Ebel-Urbanyi präsentiert in einer Mischung aus Figurentheater und Lesung ihr Buch „Dümpel bei den Glitzerfischen“, in dem es um die Abenteuer eines kleinen Fischs in einem verschmutzten Meer geht. Um ein ähnliches Thema dreht sich auch der Jugendroman „Floaters“ von Katja Brandis, aus dem die Autorin ebenfalls lesen wird.

Schließlich stellen Schülerinnen und Schüler aus der Kieler Region Projekte vor, die sie zusammen mit Wissenschaftlern des GEOMAR durchgeführt haben. Dabei können Besucher anhand einfacher Beispiele und Modelle unter anderem lernen, welche Konsequenzen die Klimaerwärmung hat und ob sogenanntes „Climate Engineering“ ein Ausweg sein könnte.

„Die Besucher erwartet ein attraktives Programm. Egal ob Groß oder Klein, für jeden ist etwas dabei“, betont Dr. Andreas Villwock, Leiter der Abteilung Kommunikation und Medien am GEOMAR. Der Tag der offenen Tür findet am 12. Juli im Rahmen des Aktionstages „Das Ostufer macht mobil“ im Bereich des Kieler Seefischmarktes statt.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.


Termin: Sonntag, 12. Juli 2015, 11-17 Uhr.

Veranstaltungsort:
GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Wischhofstr. 1-3, 24148 Kiel.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund weiterer Veranstaltungen in Kiel Wellingdorf keine Parkmöglichkeiten auf dem Kieler Seefischmarkt zur Verfügung stehen. Parkmöglichkeiten bestehen auf dem Gelände des Marinearsenals sowie am Nordufer der Schwentine. Die Schwentinefähre fährt (kostenlos) vom Anleger Reventlou (Westufer). Bitte beachten Sie auch das erweiterte Angebot des Busverkehrs der Linien 11 und 100.

 

Bildmaterial in höherer Auflösung:

Einer der "Stars" am Tag der offenen Tür: Der autonome Tiefsee-Crawler VIATOR. Foto: J. Steffen, GEOMAR
Weiblich oder männlich? Beim Tag der offenen Tür des GEOMAR kann man auch lernen, woran man bei Strandkrabben den kleinen Unterschied erkennt. Foto: J. Steffen, GEOMAR
Wie werden Erdbeben am Meeresboden gemessen? Einfach selbst ausprobieren. Foto: J. Steffen, GEOMAR
Schülerinnen und Schüler aus der Region Kiel präsentieren ihre eigenen Forschungsprojekte. Foto: J. Steffen, GEOMAR


Ansprechpartner:
Dr. Andreas Villwock (GEOMAR, Kommunikation & Medien), Tel. 0431/600-2802, presse(at)geomar.de