Spurengasflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre unter Verwendung der „Eddy-Kovarianz-Technik“

Chemische, biologische und physikalische Prozesse im Ozean haben das Potenzial, durch den Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre signifikanten Einfluss auf die Spurengaschemie in der Atmosphäre zu nehmen - und dadurch auf Luftqualität und Klima zu beeinflussen. Ziel meiner Forschung ist es daher zu verstehen, wie diese Prozesse den Gasaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf der Vorhersage des Gasaustauschs durch Modelle liegt. Zusätzlich ist es wichtig zu verstehen, ob oder wie Spurengase vom Ozean produziert und aufgenommen werden, und ob der Ozean als Quelle oder Senke dieser atmosphärisch wichtigen Bestandteile dient. Direkte Messungen des Gasaustauschs zwischen Ozean und Atmosphäre in Verbindung mit Prozessstudien im Oberflächenozean sind nützliche Werkzeuge, um sowohl die physikalischen Bedingungen des Gasaustauschs als auch den biogeochemischen Kreislauf dieser Verbindungen zu untersuchen.

Aktuelle Schwerpunkte

Der Fokus meiner Arbeit liegt auf der Interaktion zwischen Ozean und Atmosphäre. Meine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Spurengasen, die vom Menschen beeinflusst werden, wie schwefelhaltige Verbindungen, nicht-Methan-Kohlenwasserstoffe und Kohlendioxid. Aktuelle Projekte in der Forschungsgruppe sind:

1) SO-TRASE – Bestimmung der marinen Quellen von Spurengasen wie Dimethylsulphid (DMS) und Isopren im südlichen Ozean.

2) Baltic GasEx – Bestimmung der Rolle von oberflächenaktiven Substanzen und Wind auf den Gasaustausch in der Ostsee. 

3) ShipTRASE – Untersuchung des Einflusses von gasförmigen und flüssigen Schiffsemissionen auf den Spurengaskreislauf im Oberflächenozean.

4) Regionaler Fokus auf den indischen Ozean – Untersuchung der Region als potenzieller Emissions-Hotspot für atmosphärisch bedeutsame Spurengase wie DMS und Bestimmung des Einflusses von anthropogener Deposition auf den Kreislauf von Spurengasen.

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