JAGO entdeckt den Quastenflosser

Am 2. November 1989, nur knapp zwei Monate nach seiner offiziellen Zulassung, tauchte JAGO erstmals vor der Komoreninsel Grande Comore in die Welt der Quastenflosser ein. Allerdings zeigten sich die Fische auch in größerer Tiefe vorerst nicht. Stattdessen waren nach den ersten Tauchgängen noch ein paar technische „Kinderkrankheiten“ zu beheben.

Bei JAGO-Tauchgang Nummer 19, am 5. November 1989, hatten Jürgen Schauer und Hans Fricke dann Glück: In einer tief in den Steilhang der Insel hineinreichenden Lavahöhle entdeckten sie gleich drei Quastenflosser. Die Riesen schwebten dicht beieinander im Wasser, völlig unbeeindruckt von dem knallgelben Besucher an ihrem Höhleneingang – während die beiden Tauchboot-Insassen aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Dass die nachtaktiven Quastenflosser sich tagsüber in Unterwasserhöhlen aufhalten, wusste bis zu dieser Entdeckung niemand.

Nach der erfolgreichen ersten Expedition brach JAGO noch etliche Male zu den Quastenflossern auf. Vor den Komoreninseln war das JAGO-Team bald in der Lage, einzelne Tiere anhand ihres Fleckmusters voneinander zu unterscheiden und deren Lebensweise genau zu verfolgen. Auch vor Südafrika und vor Indonesien, woher die ostafrikanischen Quastenflosser wahrscheinlich ursprünglich stammen, besuchten Hans Fricke, Jürgen Schauer und Karen Hissmann mit JAGO die archaischen und immer friedlichen Tiere.