JAGO wird gebaut
Mit der 1981 gebauten GEO hatte das damalige Tauchboot-Team mit Jürgen Schauer und Hans Fricke 1987 erstmals den legendären Quastenflosser vor den Komoreninseln im Westlichen Indischen Ozean beobachtet. Die bis zu 2 Meter langen Tiere gehören zu einer Gruppe von Fischen, die schon vor mehr als 400 Millionen Jahren existierte und lange als Urahn der Landwirbeltiere galt. Die GEO konnte allerdings nur bis 200 Meter Tiefe tauchen – und um den Quastenflosser in seinem Lebensraum auch in größeren Tiefen genauer zu beobachten, brauchte es ein tiefer tauchendes Boot. Nichts lag den Tüftlern näher, als dieses Vorhaben in Eigenarbeit zu realisieren. Zusammen mit Karen Hissmann und Lutz Kasang bauten sie das 400 Meter Tauchboot JAGO.
Den ersten Kontakt mit dem Wasser hatte JAGO nach etlichen Monaten harter Arbeit am 17. August 1989 im Starnberger See. Kurz darauf erprobte das Team die Fähigkeiten des Bootes im Genfer See – begleitet vom Schweizer Tiefsee- und Tauchbootpionier Jaques Piccard mit seinem Tauchboot FOREL. Mit der finalen Abnahme durch die Klassifikationsgesellschaft DNV (damals Germanischen Lloyd) und die Seeberufsgenossenschaft am 7. September 1989 war JAGO offiziell zugelassen.