Mit JAGO zum Unterwasservulkan

Dass die Kanaren eine vulkanisch aktive Inselgruppe sind, zeigt sich mit wiederholten Eruptionen über und unter Wasser. Zuletzt zerstörte 2021 ein massiver Ausbruch auf La Palma Grundstücke, Gebäude und Straßen.

Etwa zehn Jahre zuvor war nahe der Insel El Hierro der Unterwasservulkan Tagoro ausgebrochen. Aufsteigende Gase brachten das Meerwasser zum Brodeln, luftgefüllte Gesteinsbrocken und gelöste Asche trieben an der Oberfläche. Bestand Gefahr für die Bevölkerung? Würde hier eine neue Insel entstehen?

Im Februar 2016 brachte das Forschungsschiff POSEIDON mit JAGO an Bord spanische und deutsche Forschende in das Gebiet. Erstmals konnten sie gezielt Proben und Daten am Meeresboden um den Vulkan sammeln und den Krater in rund 130 Metern Tiefe genauestens dokumentieren. Die Untersuchungen zeigten, wie Meereslebewesen die Region um den Tagoro neu besiedeln und welche Rolle freigesetzte chemische Stoffe dabei spielten. Aufgrund seiner Aktivität wird der Unterwasservulkan auch heute noch weiter beobachtet.

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