Floats - Ein globales Netz zur Ozeanbeobachtung
Das internationale Programm Argo betreut ein globales Messystem auf der Basis von autonomen Tiefendriftern (Floats), um die oberen 2.000 Meter des gesamten Weltozeans zu vermessen. Durch Argo konnten in nur 10 Jahren mehr Informationen aus dem Inneren des Ozeans gewonnen werden, als mit allen schiffsgestützten Expeditionen zuvor. Diese wertvollen Daten werden zum Beispiel für die Erforschung der Klimavariabilität, für Jahreszeitenvorhersage und für die Vorhersage von „ozeanischem Wetter“ genutzt. 2026 sind über 4.300 Floats in allen Ozeanen im Einsatz.
Zukünftig sollen Floats in größere Tiefen vordringen und weitere Sensoren für Sauerstoff und CO2 tragen.
Messzyklus eines Tiefendritfers
Floats sind zylindrische Sonden mit einer langen Antenne am oberen und einer Art Schwimmblase am unteren Ende. Nach dem Ausbringen sinkt der Meßroboter auf eine Meerestiefe von etwa 1.500 Meter ab und treibt mit der dort vorhanden Strömung weiter. Nach neun Tagen sinkt er auf 2.000 Meter weiter ab und steigt dann, laufend Temperatur, Salzgehalt und Druck messend, wieder zur Meeresoberfläche auf. Dort angekommen, sendet er seine Messwerte und Koordinaten via Satellit an das Datenzentrum, um dann erneut auf die „Parkposition“ zu sinken. Etwa vier Jahre lang kann ein Float diesen zehntägigen Rhythmus beibehalten, dann sind seine Batterien erschöpft. Grafik: Scripps Institution of Oceanography