Lander – Autonome Unterwasserlabore

Um die Grundprozesse des Lebens direkt am Meeresboden studieren ­zu können, werden sogenannte Lander eingesetzt, wobei das GEOMAR zu den führenden Institutionen in der Konstruktion und im Einsatz dieser autonomen Träger­systeme gehört. Lander sind ­flexibel im Einsatz und in Standard­containern transportierbar. Sie können verschiedene Beobachtungs- und Meßsysteme­ sowie Ex­perimentiereinheiten beherbergen, die in der Tiefsee elektronisch gesteuert werden und mit eigener Energieversorgung versehen über Monate autonom arbeiten können. 

Die über eine Tonne schweren Lander werden an einem ­Videoabsetzrahmen (Launcher) gezielt in ­Tiefen von bis zu 6.000 ­Meter am Meeresboden abgesetzt. Ballastgewichte, die unter den Beinen angebracht sind, halten das Gerät am Grund. Nach Abwerfen der Gewichte über akustisch kontrollierte Aus­lösehaken kommen die Geräte mit Hilfe ihrer gläsernen Auftriebskugeln, die durch signalfarbige Kunststoff­ummantelungen geschützt werden, wieder an die Meeresoberfläche.

Eine komplexe Landerversion nennt sich BIGO (Biogeochemisches ­Observatorium). BIGO-Lander werden für die Untersuchung von Austauschprozessen zwischen Sediment und Wassersäule, wie Flüsse­ von Sauerstoff, Stickstoff, Methan und Nährstoffen eingesetzt. 

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