Gleiter - Segelflugzeuge für die Meere

Bestückt mit verschiedenen Sensoren (u.a. für Temperatur, Salzgehalt, Sauerstoff oder Fluoreszenz) können sich Gleiter weitgehend unabhängig von Forschungsschiffen durch die obersten 1.000 Meter der Ozeane bewegen. Statt eines Propellers als Antrieb verfügen sie über eine Hochdruckpumpe, die Öl aus dem Inneren des Druckgehäuses in eine Blase außerhalb des Gehäuses und wieder zurück pumpt. Dadurch verändert der Gleiter, vergleichbar einem U-Boot, seine Dichte und taucht auf beziehungsweise ab. Mit Hilfe seiner ­Flügel setzt er diese Auf- und Abwärtsbewegung in eine Vorwärts­bewegung um. Da die Art der Fortbewegung sehr energiesparend ist, kann ein ­Gleiter mit einer Akku­ladung mehrere Monate unterwegs sein und dabei über 2.000 Kilometer zurück­legen. Während der Aufenthalte an der Oberfläche sendet der ­Gleiter­ die seit dem letzten Auftauchen gesammelten Daten und ­seine genaue Position. Zu­sätzlich kann er dabei auch neue Instruktionen wie etwa Kurs­änderungen empfangen. 

Das GEOMAR verfügt derzeit über eine der größten Gleiterflotten Europas. ­­Die Geräte werden sowohl einzeln als auch im Schwarm eingesetzt, um aktuelle Fragen zu Meeresströmungen, zum Wechselspiel zwischen Ozean und Atmosphäre, zur Sauerstoffverteilung in den tropischen Ozeanen oder auch zur Rolle des Ozeans im globalen Kohlenstoffkreislauf zu beantworten. 

Messzyklus eines Gleiters