Ozeanboden-Seismometer (OBS) – Am Puls des Ozeans

Ein OBS dient zur Aufzeichnung von Schwingungen des Meeresbodens, die passiv durch Erdbeben oder aktiv durch Schallsignale erzeugt werden. Es liefert zum einen Informationen über die ­Lokation und Tiefe eines Bebens als auch über das Bruchverhalten der Erdkruste. 
Dazu wird das OBS über Bord gehievt und sinkt auf den Grund bis in Tiefen von 8.000 Meter, wo es selbstständig Messungen durchführt und die gewonnenen Daten aufzeichnet. Zusätzlich können vom Schiff aus in geringer Wassertiefe von Luftpulsern Schallwellen erzeugt werden, die durch die Wasser­säule laufen und in den Meeresboden bis in eine Tiefe von 50 Kilometer eindringen. Die Durchschallung des Untergrundes gibt Aufschluss über den Aufbau und die Mächtigkeit der Gesteinsschichten. Aus einer Vielzahl von Einzelmessungen mehrerer OBS lässt sich so ein zusammenhängendes Bild erzeugen. 


Komponenten eines OBS

Das Auffälligste an den OBS sind die vier orange­farbigen­ ­Zylinder. Sie bestehen aus einem besonders druckfesten Schaum, der für Auftrieb sorgt. Ein OBS ­würde­ grundsätzlich schwimmen. Damit es trotzdem zum Meeres­boden sinkt, befestigt man es an einem ­Anker. Ein Auslöser mit ­einem Haken und einem akustischen ­Empfänger hält Anker und OBS zusammen. Am Ende der ­Mission kann er mit einem Schall­signal geöffnet werden.