Laufende DSM Projekte

Die DeepSea Monitoring-Gruppe ist an den folgenden nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt:

Digital Earth

Digital Earth wurde strategisch von allen acht Zentren des Helmholtz-Forschungsbereichs Erde und Umwelt (E&E) initiiert und wird von unserer Gruppe koordiniert. Das Projekt zielt auf Fortschritte im Verständnis des Erdsystems durch eine bessere Integration von Daten und Wissen aus den verschiedenen geowissenschaftlichen Disziplinen und Erdkompartimenten. Verbesserungen in diesem Bereich hängen stark von unseren Fähigkeiten ab, mit schnell wachsenden Multiparameterdaten umzugehen, sowie von unseren Bemühungen, Methoden der Datenwissenschaft anzuwenden, neue Algorithmen anzupassen und digitale Arbeitsabläufe zu entwickeln, die auf spezifische wissenschaftliche Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Besuchen Sie auch digitalearth-hgf.de

 

MOSES

MOSES ist ein neuartiges Beobachtungssystem der Helmholtz-Gemeinschaft, das von den Helmholtz-Zentren im Forschungsbereich "Erde und Umwelt" entwickelt wurde. Es besteht aus hochflexiblen und mobilen Beobachtungsmodulen, die speziell darauf ausgerichtet sind, die Wechselwirkungen kurzfristiger Ereignisse und langfristiger Trends über Erdkompartimente hinweg zu untersuchen. Hitzewellen, hydrologische Extreme, Ozeanwirbel und Permafrost-Tauwetter stehen im Mittelpunkt dieser neuen ereignisorientierten Beobachtungs- und Forschungsinitiative.

Besuchen Sie auch ufz.de/moses

 

COMPASS

COMPASS (Control of an Operational Mining Path Through an Auto-Adaptive Steering System) wird von den MarTERA-Partnern Flanders Innovation & Entrepreneurship (VLAIO) und dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie (BMWi) finanziert und von der Europäischen Union kofinanziert. Ziel ist die Entwicklung eines autonomen und adaptiven Lenksystems für den Abbau von Meeresboden-Knollen. Das System soll das betriebs- und umwelteffizienteste Abbaupfad-Seebodenabbaufahrzeug (MV) bestimmen und gleichzeitig eine sichere Ausführung garantieren, indem es prognostizierte hydrodynamische und Sedimenttransportdaten, optimale Manövrierfähigkeit und Produktionseffizienz integriert.

Besuchen Sie auch martera.eu/projects/compass

BASTA

Das europäische Forschungsprojekt BASTA (Boost Applied munition detection through Smart data inTegration and AI workflows) wird von unserer Gruppe unter Beteiligung des Marine Institute Flanders (VLIZ), des Sotware-Entwicklers EGEOS GmbH und des belgischen Vermessungsdienstleisters G-Tec SA koordiniert. Sie wird durch den Europäischen Fonds für Seefahrt und Fischerei (EMFF) der EU im Rahmen des Blue-Labs-Programms finanziert. Das Projekt zielt darauf ab, die Vorgehensweise zur Munitionsdetektion sowohl auf lokaler als auch auf größerer Ebene zu verbessern. Es zielt darauf ab, die Datenerfassung durch ultrahochauflösende 3D-Unterbodenprofilierung (SBP) und intelligente autonome Unterwasserfahrzeuge (AUV) mit magnetischer Kartierung als Teil eines adaptiven und iterativen Survey-Ansatzes voranzutreiben. Darüber hinaus wird es die nachhaltige Nutzung von Vermessungs- und historischen Daten innerhalb einer Multi-Sensor-Datenbank fördern.

Besuchen Sie auch basta-munition.eu

REEBUS

Das Projekt REEBUS zielt darauf ab, die Rolle von Ozeanwirbeln in der Kohlenstoffpumpe des östlichen Grenzauftriebssystems zu verstehen. Sieben Arbeitspakete arbeiten nebeneinander an verschiedenen Aspekten der Ozeanwirbel, wie Wirbelbildung und -stabilität, physikalische Vermischung, Kohlenstoffaufnahme über Phytoplankton an der Oberfläche, Absinken von Partikeln und deren Zersetzung sowie Partikelfluss zum Meeresboden. Die DSM-Gruppe beschäftigt sich mit der räumlichen Kartierung von Tiefseeregionen und der Korrelation von Eigenschaften des Meeresbodens (Morphologie, benthische Fauna) mit geochemischen In-situ-Messungen. Außerdem sollen Algorithmen für maschinelles Lernen entwickelt werden, um die geochemischen Eigenschaften auf größere Gebiete zu extrapolieren. Eine zusätzliche Charakterisierung des Meeresbodens wird dazu beitragen, die geochemische Interpretation der Messungen zu verbessern und die Hintergrundheterogenität des Meeresbodens zu erkennen.

Besuchen Sie auch ebus-climate-change.de

 

JPIO Mining Impact

- Environmental Impacts and Risks of Deep-Sea Mining

Diese MiningImpact-Phase knüpft an die Ergebnisse der JPI Oceans -Pilotaktion über "Ökologische Aspekte des Tiefseebergbaues" an, die Ende Dezember 2017 endete (siehe Ergebnisse hier) . Während in der ersten MiningImpact-Phase experimentelle und eher kleinräumige Störungen des Meeresbodens über dekadische Zeiträume hinweg untersucht wurden, werden im zweiten Teil die Umweltauswirkungen eines industriellen Versuchs zum Abbau von Manganknollen auf dem Meeresboden, der gleichzeitig und unabhängig voneinander vom belgischen Auftragnehmer DEME-GSR im belgischen und deutschen Lizenzgebiet in der Clarion-Clipperton-Zone durchgeführt wird, unabhängig untersucht und umfassend in Echtzeit überwacht

Besuchen Sie auch miningimpact.geomar.de

MarDATA

Die Helmholtz School for Marine Data Science (MarDATA) ist eine Graduiertenschule, die von der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert wird. Ihr Ziel ist es, einen neuen Typus von "Meeresdaten-Wissenschaftlern" zu definieren und auszubilden, indem Forscher aus Informatik und Mathematik in die Meereswissenschaften eingeführt und in diese eingebettet werden, wobei ein breites Spektrum von Supercomputing und Modellierung, (Bio-)Informatik, Robotik bis hin zu Statistik und Großdatenmethoden abgedeckt wird. Forscher aus den führenden deutschen Instituten für Meeresforschung, dem GEOMAR und dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, werden gemeinsam mit Informations- und Datenwissenschaftlern ihrer Partneruniversitäten in Kiel (Universität Kiel) und Bremen (Universität Bremen und Jacobs University) Doktoranden ausbilden und betreuen.

 

Eine Auswahl weiterer wichtiger Projekte der Forschungseinheit Marine Geosysteme finden Sie hier.