Cirrentragender Krake in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Cirrentragender Krake in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seegurke zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seegurke zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seeigel zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seeigel zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Ein Seestern zwischen Manganknollen in der CCZ. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Ein Seestern zwischen Manganknollen in der CCZ. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Bild des Monats: März 2020

Die kleinen, kostbaren Knollen und ihre Mitbewohner

Wir befinden uns knapp 4000m unter der Wasseroberfläche in der Clarion Clipperton Zone (CCZ), die sich zwischen Mexiko und Hawaii befindet. Hier beherbergt der Ozean große Vorkommen an Manganknollen, die überall auf dem Meeresboden verteilt sind. Es ist dunkel hier unten. Das Wasser gleitet langsam vorbei und der Tiefseeroboter schwebt über die kartoffelgroßen Manganknollen hinweg. Sein Licht strahlt über den schlammigen Boden und er schießt Bilder von verschiedenen Seegurken und Schwämmen, die die Manganknollen als Lebensraum nutzen. Ab und zu gleiten auch Fische und Oktopusse in den verschiedensten Formen und Farben oder auch ganz farblos, wie Geister, am Roboter vorbei und starren geradezu direkt in die Kamera. Ein solches Lebewesen zeigt auch unser Bild des Monats im März. Es handelt sich um eine Cirren-tragende Krake. Viel bekannt ist nicht über diese Oktopusart. Aber man weiß, dass seine kleinen Verwandten das Manganknollen-Habitat als Brutplatz und somit als Lebensraum nutzen. Da Manganknollen momentan als zukünftige Metallressource gelten, denken einige Industrieunternehmen und verschiedene Staaten über einen Abbau der Knollen nach. Ein Abbau würde aber dazu führen, dass der Meeresboden nachhaltig zerstört würde, was ganze Arten bedrohen könnte, die diesen Teil der Tiefsee als Lebensraum nutzen. Denn "die Manganknollen sind essentiell für einen Teil der Biodiversität in der Tiefsee.", sagte Matthias Haeckel, Biogeochemiker am GEOMAR. Um diese und weitere Auswirkungen eines zukünftigen Manganknollenabbaus zu klären und Richtlinien, z.B.  für spezielle Schutz- und Abbaugebiete, festzulegen, ist es unbedingt notwendig, im Vorfeld die Tiefsee besser zu verstehen. Aus diesem Grund wurde das Projekt MiningImpact ins Leben gerufen, für welches ein internationales Forscherteam unter Leitung des GEOMAR von Mitte Februar bis Ende Mai 2019 auf der Expedition SO268 sowohl Sedimentproben vom Meeresboden als auch Bilder, Videos und andere Daten sammelten. Durch MiningImpact sollen mögliche Schutzkonzepte  vorgeschlagen werden, die die Umweltrisiken durch Tiefseebergbau minimieren. "Es gibt bereits Schutzzonen um die CCZ herum. Sie sind sehr nützlich, können die Schutzaufgaben aber vermutlich alleine nicht leisten", erklärt Matthias Haeckel, "zusätzliche Schutzgebiete sind unbedingt erforderlich."

 

Weitere Informationen:

Projektseite MiningImpact

Artikel zu MiningImpact im GEOMAR Newsletter 02/2019

Cirrentragender Krake in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Cirrentragender Krake in der Clarion-Clipperton-Zone im Zentralpazifik Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seegurke zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seegurke zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seeigel zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Seeigel zwischen Manganknollen. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Ein Seestern zwischen Manganknollen in der CCZ. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR

Ein Seestern zwischen Manganknollen in der CCZ. Foto: ROV Kiel 6000/GEOMAR