ALKOR AL648

Bereich:
Baltic Sea
Zeit:
16.03.2026 - 04.04.2026
Institution:
GEOMAR
Leitung:
Aaron Beck

Diese Forschungsfahrt in der Ostsee von Deutschland nach Litauen befasst sich mit der Umweltgefahr, die von Schiffswracks und den darin enthaltenen Treibstoffen und Munition ausgeht. Die vorgeschlagene Forschungsfahrt dient in erster Linie den Feldforschungsanforderungen von BALTWRECK einem Projekt, das vom EU-Programm „Interreg Südost-Ostsee“ finanziert wird und darauf abzielt, die Verschmutzung der Ostsee durch Munition, gefährliche Treibstoffe und andere gefährliche Überreste von Schiffswracks zu verhindern, indem nationale Programme zum Wrackmanagement gemeinsam entwickelt, demonstriert und umgesetzt werden. Das BALTWRECK-Konsortium umfasst Polen, Deutschland, Litauen und Schweden, und die vorgeschlagene Feldarbeit erstreckt sich über die ersten drei dieser Länder. Die geplante Forschungsfahrt ist für den späten Frühling/Frühsommer 2026 beantragt und steht im Zusammenhang mit weiteren Feldarbeiten, die derzeit von den BALTWRECK-Projektpartnern IOPAN (R/V Oceanograph; Sommer 2025) und IOW (R/V Elisabeth Mann Borghese; Herbst 2026) geplant werden.

Die ShIPPeR-Expedition konzentriert sich auf sechs repräsentative Schiffswracks, von denen sich jeweils zwei in der AWZ von Deutschland, Polen und Litauen befinden. Die Wracks werden so ausgewählt, dass sie möglichst ein breites Spektrum unterschiedlicher Merkmale (z. B. Alter, Zustand, Schiffstyp, Art der Schadstoffe) abdecken, mit dem Ziel, auch Munition und gefährliche Heizöle einzubeziehen. Die Arbeiten an diesen Zielstandorten verfolgen vier übergeordnete Ziele:



# Geophysikalische Charakterisierung der Schiffswracks und des umgebenden Meeresbodens, einschließlich des Zustands der Wracks und von Zielobjekten, die außerhalb des Wrackkörpers liegen (z. B. Munitionsgegenstände).
# sowie Anwendung des eDNA-Metabarcoding-Ansatzes zur Bewertung der Biodiversität
# Entnahme von Sediment- und Wasserproben für landgestützte Experimente und Entwicklung von Sanierungsverfahren für explosive Chemikalien und kraftstoffbezogene Verbindungen.
# Förderung der internationalen Zusammenarbeit hinsichtlich der Gefahren durch Schiffswracks in der südlichen Ostseeregion und Unterstützung regionaler Lösungen für grenzüberschreitende Verschmutzung.