SONNE SO324

Bereich:
Zeit:
13.02.2027 - 10.03.2027
Institution:
GEOMAR
Leitung:
Gareth Crutchley

Mithilfe eines dichten Netzes von Seismometern an Land und auf See werden wir untersuchen, wie Subduktionszonen enden und ihre Bewegung auf kontinentale Transformstörungen übertragen.

Unsere wissenschaftlichen Ziele sind es, drei Hypothesen (H1–H3) zu testen. Diese sollen wichtige offene Fragen zum Übergang von Subduktion zu Transformstörungen beantworten:
H1: Räumliche Unterschiede in der Struktur der oberen Platte, in den elastischen Eigenschaften und im Grad der Deformation bestimmen die Reibungseigenschaften und das Bewegungsverhalten entlang der Megathrust-Störung.
H2: Ältere geologische Strukturen aus der Entwicklung der Plattengrenze beeinflussen stark die heutige Deformation und die Verteilung der Spannungen. In Zentral-Neuseeland könnte sich dies durch aktive Deformation entlang alter Störungen in der Cookstraße sowie durch die Reaktivierung von Strukturen am Rand des aufstoßenden Chatham Rise zeigen.
H3: Deutliche Änderungen in der Verbindung von Störungen der oberen Platte und in ihrer Richtung begrenzen die Größe von Erdbeben in der oberen Platte. Für Zentral-Neuseeland wollen wir testen, ob eine solche Segmentierung der Störungen der Grund dafür war, dass der Bruch des Kaikōura-Erdbebens in der Cookstraße nach Nordosten endete.