METEOR (III) [1986-2026] M216

Bereich:
Mittelmeer
Zeit:
13.01.2026 - 09.02.2026
Institution:
Leitung:
Toste Tanhua

Die Expedition M216 mit dem Forschungsschiff METEOR zieht eine zentrale Messlinie durch das gesamte Mittelmeer. Mit den Messungen trägt die Fahrt zu einer Zeitserie bei, die systematisch erfasst, wie sich verschiedene Parameter des Meeres seit 2011 verändert haben.
Entlang der Route wird beispielsweise untersucht, wie sich Strömungen und Durchmischung infolge der globalen Erwärmung entwickeln. Besonderes Augenmerk liegt auf biogeochemischen Veränderungen: Wie verändern sich Nährstoffe, Sauerstoff und der Säuregrad des Wassers? Wie viel menschengemachtes CO2 nimmt das Mittelmeer auf, und wie schnell schreitet die Ozeanversauerung voran?
Erstmals wird zudem das erweiterte internationale Messprogramm Bio-GO-SHIP eingebunden. Mit neuen Sensoren und Probenahmetechniken erfassen die Forschenden auch biologische Größen, die bislang kaum systematisch gemessen wurden – etwa gelösten organischen Kohlenstoff.
Die Expedition folgt einem nahezu durchgehenden Ost-West-Schnitt durch das Mittelmeer – von westlich der Straße von Gibraltar bis südlich von Zypern. Entlang dieser Route sind rund 88 CTD-Stationen geplant. An jeder Station messen die Forschenden die Wassereigenschaften von der Oberfläche bis zum Meeresboden. Diese Profile ergeben zusammengenommen ein hochauflösendes Gesamtbild der Wassermassen.
Erfasst werden physikalische, chemische und biologische Kenngrößen wie Temperatur, Salzgehalt, Strömungen, Sauerstoff, Nährstoffe und verschiedene Formen von Kohlenstoff. An ausgewählten Stationen in allen großen Teilbecken werden zusätzliche Proben genommen, um neue, bislang selten eingesetzte Tracer zu untersuchen. Ergänzend setzen die Teams zwölf Argo-Floats und Drifter aus. Zudem werden neue In-situ-Sensoren für Nährstoffe und Partikel getestet.

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